{"id":61,"date":"2013-09-12T20:53:59","date_gmt":"2013-09-12T18:53:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.amplonius-novus.de\/?page_id=61"},"modified":"2020-12-04T15:13:07","modified_gmt":"2020-12-04T13:13:07","slug":"amplonius-novus","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/?page_id=61","title":{"rendered":"Amplonius NOVUS"},"content":{"rendered":"<h2><a href=\"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/Flyer-Amplonius-NOVUS-2014.pdf\"><strong>Flyer Amplonius NOVUS 2014<\/strong><\/a><strong>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0<\/strong> \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <a href=\"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/ppt-Amplonius-NOVUS-2020.pdf\">ppt Amplonius NOVUS<\/a><\/h2>\n<h2><a href=\"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/AlteNeue-Stiftung.pdf\">Alte+Neue Stiftung<\/a><\/h2>\n<h1>Die <span style=\"text-decoration: underline; color: #ff0000;\">erste<\/span> Amplonianische Stiftung<\/h1>\n<h3>1. Mai 1412, der entscheidende Tag. <em>\u201eCantate Domino canticum novum.\u201c <\/em>Es ist der Sonntag Kantate.<\/h3>\n<h3>Der gelehrte Arzt und Theologe Amplonius Rating de Berka, geboren zwischen 1362 und 1365 im niederrheinischen Rheinberg, damals kurk\u00f6lnische Stadt und Zollst\u00e4tte an der Grenze zu den Territorien der Grafen von Kleve-Berg und der Grafen von Moers, tut heute etwas, das Folgen haben soll \u2026<\/h3>\n<h3>Amplonius hat zur Stunde der Vesper in seinem Wohnhaus in St. Aposteln zu K\u00f6ln, wo er als Chorbischof (<em>\u201eChorepiscopus\u201c<\/em>) zur Leitung des Stifts geh\u00f6rt, f\u00fcnf M\u00e4nner aus seinem engsten Umfeld um sich versammelt: seinen leiblichen Bruder Petrus Rating de Berka, Kanoniker und Inhaber einer Pfr\u00fcnde an St. Aposteln, die beiden Verwandten Gerhard von Berka, Vikar an St. Maria im Kapitol in K\u00f6ln, und Johannes Wissen, Pastor in L\u00fcnen im Erzbistum K\u00f6ln und eine Zeit lang Kopist im Dienste des Amplonius, sowie den Dekan des Stiftes St. Aposteln, Magister Johannes de Stummel. Dazu als \u00f6ffentlicher Notar <em>\u201ekraft kaiserlicher Vollmacht\u201c<\/em> der Mainzer Kleriker Hartung Pletzichen de Rodenberg.<\/h3>\n<h3>Der Rechtsakt: Amplonius Rating de Berka, bedeutender Mediziner, Universit\u00e4tslehrer und Kirchenmann seiner Zeit, stiftet seine schon damals legend\u00e4re <em>\u201eBibliotheca Amploniana\u201c<\/em> \u2013 kein Privatmann n\u00f6rdlich und wahrscheinlich auch nicht s\u00fcdlich der Alpen besitzt zu dieser Zeit (also lange vor der Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern) eine gr\u00f6\u00dfere und intellektuell anspruchsvollere Bibliothek als er! \u2013 der von ihm an der Universit\u00e4t Erfurt eingerichteten und mit seinem Verm\u00f6gen finanzierten Studienstiftung, dem <em>\u201eCollegium Amplonianum\u201c<\/em> oder <em>\u201eCollegium Porta Coeli\u201c<\/em> (<em>\u201eZur Himmelspforte\u201c<\/em>).<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Unterschrift-Amplonius-6.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-72\" src=\"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Unterschrift-Amplonius-6-300x50.jpg\" alt=\"Unterschrift Amplonius 6\" width=\"300\" height=\"50\" srcset=\"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Unterschrift-Amplonius-6-300x50.jpg 300w, https:\/\/www.amplonius-novus.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Unterschrift-Amplonius-6.jpg 461w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\u00a0\u00a0 Unterschrift des Amplonius de Berka<\/p>\n<h3>Amplonius legt seine Stiftung bereits in der ersten Stiftungsurkunde und auch in den sp\u00e4teren Statuten \u201eauf Ewigkeit\u201c an (<em>\u201ezeu ewigin zeyten\u201c<\/em>). Die juristische Konstruktion, die der Stifter zur Sicherung dieses Ewigkeitsgedankens f\u00fcr seine Bibliotheksstiftung im Verein mit der Stiftung des Studienkollegs w\u00e4hlt, ist genial zu nennen, \u2013 zumal diese Konstruktion bis weit in die Gegenwart heran \u201egehalten\u201c hat: Stiftung und Bibliothek werden im Hoheitsgebiet des Erzbischofs von Mainz angesiedelt (Erfurt), die Nutzer (i.e. Kollegiaten) schw\u00f6ren aber dem Erzbischof von K\u00f6ln Gehorsam und in Bezug auf die Stadt und die Universit\u00e4t Erfurt sind Bibliothek und Kollegium autonom.<\/h3>\n<h3>Am 20. April 1433 st\u00e4rkt Amplonius die Rheinberger Bildungslandschaft erneut durch eine Art <em>\u201eSonderstiftung Rheinberger Lateinschule\u201c<\/em>: Er schenkt der Stadt Rheinberg 300 Goldgulden \u2013 zur damaligen Zeit nicht gerade wenig! \u2013 mit der Ma\u00dfgabe, die Lateinschule davon zu unterhalten und einen Rektor zu besolden, der den m\u00f6glichen Kandidaten der <em>\u201eAmplonianischen Stiftung\u201c<\/em> das erforderliche R\u00fcstzeug f\u00fcr das Studium in Erfurt vermitteln soll. B\u00fcrgermeister und Rat der Stadt Rheinberg bekennen sich in einem feierlichen Eid zur Amplonianischen Bildungsoffensive und geloben ihr immerw\u00e4hrende Unterst\u00fctzung. Man verpflichtet sich, <em>\u201eallewege tot ewigen tyden eynen schoelmeyster halden onse kinder to leeren in kunsten ind seden, willich schoelmeister sal syn eyn meister in den vryen kunsten, ein waill <\/em>[wohl]<em> geleert meister und erber <\/em>[ehrbar]<em> van leven van der hoger scholen van Erfforde ind van den Collegio vorschreven. Deme schoelmeister soelen wy alle jair geuen tod ewigen tyden Achtyen gulden in guden Rynschen golde als vorschreben is.\u201c<\/em><\/h3>\n<h3>Insgesamt sechs Rektoren der Rheinberger Lateinschule, die aus dem <em>\u201eCollegium Amplonii\u201c<\/em> stammen, lassen sich in der Fr\u00fchzeit der Bildungspartnerschaft zwischen Rheinberg und der Stiftung nachweisen:<\/h3>\n<h3 style=\"padding-left: 30px;\">1440-1444\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 (ca.) Henricus Bruyn (Bruno) de Berka ist Rektor der Lateinschule in Rheinberg. In der Matrikel des <em>\u201eCollegium Amplonianum\u201c <\/em>hei\u00dft es unter Nr. 13: <em>\u201e\u2026 iste rexit scholas in Berka primo inter Berkenses.\u201c<\/em><\/h3>\n<h3 style=\"padding-left: 30px;\">1444-1448\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Gottfriedus Walack de Bercka ist Schulrektor: <em>\u201eRexit post magisterium suum in artibus scholam berkensem 4 annis post Magistrum Henricum Brunonis.\u201c<\/em><\/h3>\n<h3 style=\"padding-left: 30px;\">1452-1456\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 (ca.) Rudolf Walack ist Rektor der Lateinschule.<\/h3>\n<h3 style=\"padding-left: 30px;\">1456-1460\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 (ca.) Johann Hoensheim ist Rektor der Lateinschule.<\/h3>\n<h3 style=\"padding-left: 30px;\">1460-1464\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Rudolf Walack ist zum 2. Male Rektor der Lateinschule.<\/h3>\n<h3 style=\"padding-left: 30px;\">1466-1470\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Mathias Dulling aus Berka. Er promoviert 1466 zum Magister und wird unmittelbar danach Schulrektor in Rheinberg. Der Tag des Amtsantritts und des Verlassens des Amtes des Schulrektors war jeweils de Bartholom\u00e4ustag (23. August).<\/h3>\n<h3>In Rheinberg ist seitdem \u2013 und bis in die Gegenwart \u2013 eine gute weiterf\u00fchrende <em>\u201eH\u00f6here Schule\u201c <\/em>angesiedelt. Die Rheinberger Lateinschule von 1337 (aus ihre entsteht sp\u00e4ter das Rheinberger Gymnasium) kooperiert von da an erfolgreich mit der hochangesehenen Universit\u00e4t in Erfurt und der anerkannten und geachteten Studienstiftung \u201e<em>Collegium Amplonianum\u201c<\/em>. So kann die Schule in der Kleinstadt am Niederrhein \u00fcber einen \u00e4u\u00dferst langen Zeitraum hinweg zahlreiche interessante Weiterbildungschancen und Aufstiegsm\u00f6glichkeiten anbieten und Karrieren auf den Weg bringen.<\/h3>\n<h3>Entgegen der urspr\u00fcnglichen Planungen kommen zahlreiche B\u00fccher aus der Sammlung des Stifters bereits 1415 nach Erfurt, weswegen der dortige Rat ein weiteres Geb\u00e4ude bereitstellt, das an das bereits vorhandene anschlie\u00dft. Beide H\u00e4user werden auf st\u00e4dtische Kosten zu einem Kollegium umgebaut. Ganz ohne Startprobleme gelingt es der Stiftung indes nicht, ihre Arbeit aufzunehmen. Der Stifter ger\u00e4t 1421 mit der Stadt Erfurt, die ihn bis dato sehr gro\u00dfz\u00fcgig unterst\u00fctzt hat, in einen mehrj\u00e4hrigen Streit, als er verk\u00fcndet, seine Stiftung aus Erfurt abziehen und andernorts ansiedeln zu wollen. Erst ein neuer Stiftungsbrief vom 22. September 1423 legt die Streitigkeit bei und am Michaelistag 1434 wird das <em>\u201eCollegium Amplonii\u201c<\/em> schlie\u00dflich feierlich er\u00f6ffnet.<\/h3>\n<h3>Das <em>\u201eCollegium Amplonii\u201c<\/em> garantiert seinen Bewohnern beides: das leibliche Wohl, i.e. Kost und Logis wie auch Schutz und Sicherheit, und nat\u00fcrlich auch die geistige, intellektuelle F\u00f6rderung mit dem Ziel des h\u00f6chstm\u00f6glichen wissenschaftlichen Abschlusses.<\/h3>\n<h3>F\u00fcr das leibliche Wohl genie\u00dft jeder Kollegiat in der <em>\u201eHimmelspforte\u201c<\/em> freie Wohnung, freie Verk\u00f6stigung, freie Bedienung und eine gewisse Summe zur freien Verf\u00fcgung als \u201ePr\u00e4bende\u201c. Aus eigener Tasche mu\u00df jeder Kollegiat f\u00fcr seine Kleidung sorgen sowie f\u00fcr Kerzen f\u00fcr seine privaten Studien und f\u00fcr Getr\u00e4nke und Mahlzeiten au\u00dferhalb des Reglements. Das Leben im Kolleg ist streng geregelt und richtete sich genauestens nach den von Amplonius eigenh\u00e4ndig festgelegten Statuten, die kl\u00f6sterlich anmuten. Der Tag der Kollegiaten beginnt in aller Fr\u00fche (um 4 Uhr) mit einer Andacht in der Kapelle des Kollegs, die Einnahme der Mahlzeiten ist exakt festgelegt, ebenso die Speisefolge, die Schlie\u00dfung des Hauses am Abend, die Ma\u00dfnahmen zur K\u00f6rperpflege etc. etc. Der Aufenthalt von Frauen im Kolleg ist strengstens verboten.<\/h3>\n<h3>Besondere Bedeutung innerhalb der Statuten kommt der geistigen Bildung der Kollegiaten zu. Studium und Bibliothek stehen dabei im Mittelpunkt. Es wird deutlich, da\u00df die Bibliothek der Schatz ist, um den herum das Kolleg als Schutzh\u00fclle errichtet wurde. So mu\u00df jeder Kollegiat schw\u00f6ren, da\u00df er <em>\u201edie B\u00fccher und B\u00e4nde, die grossen wie die kleinen, die der Bibliothek dieses Collegs nun eingef\u00fcgt sind oder in Zukunft werden eingef\u00fcgt werden, <\/em>[\u2026] <em>treulich im ganzen wie im einzelnen bewahren, sie wissentlich weder verderben, noch besch\u00e4digen, noch entfremden, noch vom Lesezimmer (studorium) der Bibliothek forttragen <\/em>[werde]<em>, auch so viel an mir liegt, nicht zulassen, dass sie von Jemandem verdorben, besch\u00e4digt, entfremdet oder fortgetragen werden.\u201c<\/em><\/h3>\n<h3>Bez\u00fcglich des Studiums geht Amplonius auf den Wissensstoff und auf die Studiermethode selbst ein und gibt seinen Kollegiaten Hinweise, wie sie ihr Studium in den einzelnen Fakult\u00e4ten durchf\u00fchren sollen. Jeder Kollegiat, sei er Philosoph, Jurist, Theologe oder Mediziner erh\u00e4lt von Amplonius Vorgaben f\u00fcr sein jeweiliges Fachstudium \u2013 letztlich stellen die Statuten hier eine Art Studienordnung dar, die f\u00fcr die Kollegiaten verbindlich ist. Und eine Sache ist ihm wichtig: <em>\u201eNulla haeresis!\u201c <\/em>Bestimmte Ideen sind beim Studium auf jeden Fall zu meiden, n\u00e4mlich die der H\u00e4retiker John Wyclif und Jan Hus!<\/h3>\n<h3>In den Jahren nach Amplonius\u2018 Tod (um Ostern 1435) macht seine Stiftung einen rasanten Aufschwung und schon 1439 wird das <em>\u201eCollegium Amplonianum\u201c<\/em> an der Leitung der Artistenfakult\u00e4t der Erfurter Universit\u00e4t beteiligt. Auch in finanzieller Hinsicht steht die Stiftung offensichtlich auf einer gesunden Basis und finanziert sich aus den Ertr\u00e4gen des Stiftungsverm\u00f6gens, aus Nachl\u00e4ssen, Zustiftungen ehemaliger Stipendiaten und auch aus Zahlungen derjenigen, die im Haus des Kollegs in der Erfurter Michaelisstra\u00dfe verk\u00f6stigt werden und dort wohnen, ohne jedoch Stipendiaten zu sein. Anno 1503 stiftet Tileman Gans aus Herborn eine weitere Kollegiatenstelle, deren Vorschlagsrecht der Stadt Herborn zusteht.<\/h3>\n<h3>Die <em>\u201eAmplonianische Stiftung\u201c<\/em> ist im engeren Bereich der Universit\u00e4t Erfurt von Anfang an erfolgreich: zwischen 1438 und 1517 bekleiden insgesamt 21 Magister aus der Amplonianischen Stiftung die Rektorw\u00fcrde an der Universit\u00e4t Erfurt, zehn davon aus Rheinberg (Johannes Helmich, Johannes Pilgrim, Gerhardus in Curia, Gottfriedus Walack, Gerhard Helmich, Rudolf Walack, Heinrich Egher, Johannes Knas, Johann Fabri, Henr: Leonis). Fast immer \u2013 zwischen 1437 und 1522 genau 56 Mal \u2013 sind Magister aus der <em>\u201ePorta Coeli\u201c<\/em> Dekane der philosophischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Erfurt. Weitere Rheinberger werden in Erfurt Dekane verschiedener anderer Fakult\u00e4ten, andere erhalten die Rektor-W\u00fcrde an bekannten Universit\u00e4ten (wie z.B. 1462 Gerhard Imhof in Basel, 1466 Johannes Pilgrim in K\u00f6ln \u2026)<a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><\/a><\/h3>\n<h3>Zu Beginn des 16. Jahrhunderts sinkt an der Hierana die Zahl der Studenten dramatisch. Diese Entwicklung hat negative Auswirkungen auch auf das Kolleg des Amplonius, das dar\u00fcber hinaus durch finanzielle Fehlentwicklungen in eine wirtschaftliche Schieflage ger\u00e4t. In der Phase des Aufschwungs erworbene Geb\u00e4ude m\u00fcssen ver\u00e4u\u00dfert werden; das Kollegium verkleinert sich und ist letztlich nur noch in den urspr\u00fcnglichen Domizilen an der Michaelisstra\u00dfe pr\u00e4sent.<a href=\"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Porta-Coeli-Lageplan.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-63 size-medium\" src=\"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Porta-Coeli-Lageplan-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" \/><\/a><\/h3>\n<h3>Unter den Dekanen Hugo Imhof und Hermann Zurlinden aus Amplonius\u2018 Heimatstadt Rheinberg prosperiert das <em>\u201eCollegium Amplonii\u201c<\/em> am Ende der 16. und am Beginn des 17. Jahrhundert wieder f\u00fcr eine gewisse Zeit (es waren mittlerweile auch Protestanten als Kollegiaten zugelassen!), doch mit Beginn des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges spitzt sich die finanzielle Lage wieder drastisch zu, nachdem auch die Zinszahlungen des Erfurter Rates 1628 ersatzlos gestrichen worden waren.<\/h3>\n<h1><strong>Die fortgef\u00fchrte Tradition<\/strong><\/h1>\n<h3>Trotz aller Schwierigkeiten \u2026 die 1412 begonnene Stiftung \u00fcberdauert die Jahrhunderte! 1803 besteht das Stiftungsverm\u00f6gen noch aus diversen H\u00e4usern, Mobiliar, der <em>\u201eBibliotheca Amploniana\u201c<\/em>, einem Kapitalverm\u00f6gen in H\u00f6he von 10.300 Mei\u00dfner Gulden, Landbesitz.<\/h3>\n<h3>Mit der Einverleibung Erfurts nach Preu\u00dfen und der Schlie\u00dfung der Erfurter Universit\u00e4t im September des Jahres 1816 wird auch dem <em>\u201eCollegium Amplonii\u201c<\/em> die Existenzgrundlage entzogen. Der letzte Dekan des Kollegs, Jacob Dominicus, wird an den Rhein nach Koblenz versetzt und verf\u00fcgt, dass die <em>\u201eBibliotheca Amploniana\u201c <\/em>in Erfurt verbleiben soll \u2013 wo sie sich heute noch befindet.<\/h3>\n<h3>Der preu\u00dfische Staat \u00fcbernimmt die Geb\u00e4ulichkeiten und die Bibliothek (sie wird 1837 der k\u00f6niglichen Bibliothek einverleibt) und gibt der Stiftung eine neue Verfassung. Dieser Verfassung zufolge beh\u00e4lt Rheinberg das Recht, aus dem Stiftungsverm\u00f6gen acht Stipendien zu verleihen. Die Aufsicht \u00fcber die Verleihungen der Stipendien durch den Rheinberger Stadtrat, bei der auf die Konfession der Bewerber keine R\u00fccksicht mehr genommen werden soll, wird durch die D\u00fcsseldorfer Regierung ausge\u00fcbt. Die Stipendien f\u00fcr Universit\u00e4tsstudenten sollen f\u00fcr drei Jahre verliehen werden. Zu Beginn des letzten Halbjahres der dreij\u00e4hrigen Genu\u00dfzeit hat der Inhaber eine lateinische Dissertation zu verfassen. Kommt er dieser Forderung nicht nach oder gen\u00fcgt die Leistung nicht, so verliert der Inhaber sein Stipendium.<\/h3>\n<h3>Am 22. April 1898 \u2013 die von Amplonius durch seine Sonderstiftung von 1433 gef\u00f6rderte <em>\u201eSchola Berkensis\u201c<\/em> ist seit mittlerweile neun Jahren geschlossen \u2013 erfolgt durch die preu\u00dfische Regierung in Berlin eine erneute Bestimmung des Statuts f\u00fcr die Amplonianische Stiftung zu Erfurt durch einen Erlass des Ministers der geistlichen, Unterrichts,- und Medizinal-Angelegenheiten (U.I. Nr. 10485). Hier wird noch einmal das im Testament des Stifters vom 22. Dezember 1435 verf\u00fcgte Verleihungsrecht best\u00e4tigt: neben Rheinberg stehen den St\u00e4dten Soest und Herford je ein, den St\u00e4dten Erfurt und Erpel je zwei Stipendien zu. <em>\u201eNur der Stadt Rheinberg wird es gestattet, drei Sch\u00fclern eines Gymnasiums oder Realgymnasiums Stipendien zu verleihen.\u201c<\/em><\/h3>\n<h3>Dr. Aloys Wittrup, der 1903 die alte Lateinschule Rheinbergs in der Rektoratschule (als Keimzelle f\u00fcr das sp\u00e4tere Amplonius-Gymnasium) wieder aufleben l\u00e4\u00dft, schreibt in seiner Schulgeschichte der Stadt Rheinberg zum weiteren Verlauf der Amplonianischen Stiftung Folgendes: <em>\u201e1832 waren vom Rheinberger Stadtrat die Studenten Julius Plock, Christian Willick und Hermann Breiken begnadigt. In der Folgezeit verlieh derselbe Stadtrat f\u00fcnf Stipendien an Universit\u00e4tsstudenten. Drei konnten an Gymnasiasten der drei oberen Klassen gegeben werden. Nach der Inflation, die dem ersten Weltkrieg folgte, mu\u00dfte die Stadt Erfurt die Stiftung wieder aufwerten, so da\u00df allm\u00e4hlich wieder Stipendien ausgezahlt werden konnten. <\/em><em>Als nach dem zweiten Weltkrieg Erfurt unter die russische Besatzung kam, waren die Rheinberger Stadtv\u00e4ter nicht mehr in der Lage, ihre alten rechte bez\u00fcglich der Amplonianischen Stiftung zu wahren. [\u2026]\u201c<\/em><\/h3>\n<h1>Das (<span style=\"color: #ff0000;\">vorl\u00e4ufige<\/span>) Ende<\/h1>\n<h3>Am 26. M\u00e4rz 1947 wird Amplonius\u2018 Stiftung \u2013 zusammen mit weiteren \u201ealten\u201c Stiftungen \u2013 durch Erlass des Ministers f\u00fcr Justiz des Landes Th\u00fcringen aufgehoben und in einer neu errichteten Stiftung \u00f6ffentlichen Rechts vereinigt, die den Namen <em>\u201eVereinigte Kirchen- und Klosterkammer\u201c <\/em>f\u00fchrte und ihren Sitz in Weimar (sp\u00e4ter Erfurt) hat.<\/h3>\n<h3>Damit ist 535 Jahre nach Gr\u00fcndung der Stiftung das weitsichtige und gro\u00dfherzige Werk des Amplonius Rating de Berka, das gepr\u00e4gt ist von dem Gedanken, jungen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern seiner Heimatstadt zu einer guten akademischen Ausbildung und Bildung zu verhelfen, bei dem von Anfang an eine f\u00fcr seine Zeit ungew\u00f6hnliche soziale Denkweise die Richtung angab, zu einem juristischen Ende gekommen.<\/h3>\n<h3>Der Gedanke aber lebt weiter, z. B. im Rat der Stadt Rheinberg, der 1952 die f\u00fcr damalige Verh\u00e4ltnisse enorme Summe von 30.000 DM f\u00fcr das Wiederaufleben der Amplonianischen Stiftung zur Verf\u00fcgung zu stellt. Hans Josef Jansen schreibt dar\u00fcber in seinem Beitrag zu einer Festschrift des Amplonius-Gymnasiums:<\/h3>\n<h3 style=\"padding-left: 30px;\"><em>\u201e<\/em><em>Dieses Geld wurde so gut angelegt, dass aus seinen Ertr\u00e4gen bed\u00fcrftige Rheinberger Studenten unterst\u00fctzt werden konnten. Hier handelte der Stadtrat ganz im Geiste des Amplonius. <\/em><em>Mit Verweis auf die seinerzeit wichtige Studienf\u00f6rderung des Honnefer Modells wurde 1967 die Stipendienvergabe auf die Ausgabe von Darlehen umgestellt. Die letzten Darlehen wurden 1975 zugeteilt. Das angesammelte Verm\u00f6gen sollte als Amplonianische Stiftung erhalten bleiben. Damit wurde es erst einmal sehr ruhig um das Erbe des Amplonius, und erst in einem Zeitungsbericht aus dem Jahre 1988 wurde bekannt, dass das Verm\u00f6gen auf etwa 133 000 DM angewachsen war.<\/em><\/h3>\n<h3 style=\"padding-left: 30px;\"><em>Es stellte sich nun nat\u00fcrlich die Frage, wie dieses Geld im Sinne des Stifters zu verwenden sei. Eine lange Phase des \u00dcberlegens setzte ein, bis man schlie\u00dflich 1993 zu dem Entschluss kam, verschiedene schulische Projekte in Hohenstein-Ernstthal, unserer Partnerstadt, und selbstverst\u00e4ndlich auch in Rheinberg mit diesem Geld zu f\u00f6rdern. Diese Verteilung konnte durchaus als im Sinne des Amplonius vertreten werden.<\/em><\/h3>\n<h3 style=\"padding-left: 30px;\"><em>Ein Rest des Verm\u00f6gens wurde in einen \u201aArchivfonds Amplonianische Stiftung\u2018 eingebracht. Die Zielsetzung dieses Fonds ist, \u201a&#8230;die Wahrung und Pflege des Stiftungsgedankens durch geschichtliche Aufarbeitung in Form der Erstellung einer Dokumentation \u00fcber die Amplonianische Stiftung sowie die Person ihres Namens und dessen Wirken, durch die Sammlung von Literatur, die sich mit der Stiftung bzw. ihren Namensgeber auseinandersetzt\u2018.\u201c<\/em><\/h3>\n<h3>Der Stiftungsgedanke des Amplonius kommt damit nach \u00fcber 500 Jahren zum Erliegen \u2026 vorerst.<\/h3>\n<h3><\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Porta-Coeli.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-66\" src=\"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Porta-Coeli-300x114.jpg\" alt=\"Porta Coeli\" width=\"300\" height=\"114\" srcset=\"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Porta-Coeli-300x114.jpg 300w, https:\/\/www.amplonius-novus.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Porta-Coeli.jpg 513w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\u00a0\u00a0 &#8222;Porta Coeli&#8220; in der Michaelisstra\u00dfe zu Erfurt<\/p>\n<h1><\/h1>\n<h1>Die Stiftung lebt weiter &#8230;<\/h1>\n<h3>Dennoch: die Vision des Amplonius lebte weiter! Im Jahr 2003, dem Jahr des 100-j\u00e4hrigen Schuljubil\u00e4ums des Gymnasiums, das den Namen des Amplonius Rating de Berka tr\u00e4gt, entsteht die Idee, des Namensgebers der Schule in besonderem Ma\u00dfe zu gedenken und die historische Bedeutung von Amplonius f\u00fcr die Bildung und Erziehung zahlreicher Rheinberger Jugendlicher in der Vergangenheit erneut einer breiten \u00d6ffentlichkeit in Erinnerung zu rufen und angemessen zu w\u00fcrdigen. In Anspielung auf die ehemalige <em>\u201eAmplonianische Stiftung\u201c<\/em> wird diese Absicht durch die Schaffung eines neuen <em>\u201eAmplonius-Fonds\u201c<\/em> in die Wirklichkeit umgesetzt. Mit diesem <em>\u201eAmplonius-Fonds\u201c<\/em> werden \u2013 so die Grundidee \u2013 von nun an sozial schwache oder in eine Notlage geratene Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler des Amplonius-Gymnasiums unterst\u00fctzt (z. B. im Bereich von Lernmittelbeschaffung, Klassenfahrten, Teilnahme an Veranstaltungen etc.) und besonders begabte Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der Schule derart gef\u00f6rdert, dass sie ihre Talente besser entfalten k\u00f6nnen (z. B. indem ihnen die Teilnahme an Sch\u00fclerkursen der Universit\u00e4t Duisburg-Essen erm\u00f6glicht wurde). Dar\u00fcber hinaus sollen in geeigneter Weise Ma\u00dfnahmen zur St\u00e4rkung des sozialen Miteinander in der Schule gef\u00f6rdert, kulturelle Projekte angesto\u00dfen und schulinterne Wettbewerbe unterst\u00fctzt werden.<\/h3>\n<h3>Grundstein f\u00fcr die finanzielle Ausstattung des <em>\u201eAmplonius Fonds\u201c<\/em> ist ein Restbetrag von 2.800 EUR aus dem <em>\u201eArchivfonds ehem. Amplonianische Stiftung\u201c<\/em>, den die Stadt Rheinberg der Schule dankenswerterweise zur Verf\u00fcgung stellt. Mit dieser Summe k\u00f6nnen schon bald die ersten Unterst\u00fctzungs- und F\u00f6rderma\u00dfnahmen realisiert werden. Weitere Spenden sichern den Fortbestand des schulinternen Fonds.<\/h3>\n<h1><strong>Amplonius <span style=\"color: #ff0000;\">NOVUS<\/span> \u2013 die <span style=\"color: #ff0000;\">NEUE<\/span> Stiftung!<\/strong><\/h1>\n<h3>2012, zum 600-j\u00e4hrigen Gedenken an die gro\u00dfz\u00fcgige und weitsichtige Stiftung des Amplonius, entsteht die Idee, die Stiftung in gr\u00f6\u00dferem Rahmen wiederaufleben zu lassen und Absolventen des Amplonius-Gymnasiums \u2013 ganz im Sine des Namensgebers \u2013 tatkr\u00e4ftig, d.h. finanziell, zu unterst\u00fctzen. Der Schulleiter des Amplonius-Gymnasiums, OStD Heinz Pannenbecker (cf. Photo), sagt in seiner Rede anl\u00e4sslich des Festaktes des Stadt Rheinberg am 6. Mai 2012:<\/h3>\n<h3><em><a href=\"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/image004.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-68 alignright\" src=\"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/image004-300x207.jpg\" alt=\"image004\" width=\"300\" height=\"207\" srcset=\"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/image004-300x207.jpg 300w, https:\/\/www.amplonius-novus.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/image004.jpg 524w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/em><\/h3>\n<h3 style=\"padding-left: 30px;\"><em>\u201eWie w\u00e4re es, wenn die zwischen 2000 und 2012 aufgelaufene Summe (von den vielen nicht gezahlten Gulden f\u00fcr meine Vorg\u00e4nger m\u00f6chte ich an dieser Stelle lieber nicht sprechen!) als Grundstock f\u00fcr eine neue Amplonianische Stiftung genommen wird, mit der wir Rheinberger Gymnasiasten sowie Studierende finanziell f\u00f6rdern?<\/em><\/h3>\n<h3 style=\"padding-left: 30px;\"><em>Es gibt immer wieder \u2013 und gerade heute \u2013 an unserer Schule junge Menschen, die talentiert und motiviert sind, aber aus finanziellen Gr\u00fcnden ihre Ziele nicht anstreben k\u00f6nnen. Die Geldmittel unseres \u201eAmplonius-Fonds\u201c reichen hier leider nicht aus, um langfristige Unterst\u00fctzung zu garantieren.<\/em><\/h3>\n<h3 style=\"padding-left: 30px;\"><em>Nehmen wir also die aufgelaufenen Goldgulden aus dem st\u00e4dtischen Gel\u00f6bnis von 1433! Ich bin gern bereit, einen privaten Betrag dazuzulegen, &#8211; und wenn dann alle hier im Saal, die zu Ehren des Amplonius gekommen sind, auch etwas dazugeben, wir au\u00dferdem noch ein paar Rheinberger, die heute leider nicht kommen konnten, um einen Beitrag bitten, dann haben wir ruck-zuck ein gar erkleckliches S\u00fcmmchen parat, um mit Zins und Zinseszins die n\u00e4chsten 600 Jahre Bildungs- und Studienf\u00f6rderung in Rheinberg zu betreiben!<\/em><\/h3>\n<h3 style=\"padding-left: 30px;\"><em>Wenn wir dann noch den Nachfolger des Amplonius in der Leitung der Universit\u00e4t Erfurt, Herrn Prof. Dr. Brodersen (den ich hier ganz herzlich begr\u00fc\u00dfen m\u00f6chte!), daf\u00fcr gewinnen k\u00f6nnten, sich dieser neuen Amplonianischen Stiftung auf die eine oder andere Weise anzuschlie\u00dfen (k\u00f6nnte es nicht z. B. die M\u00f6glichkeit geben, einen\/mehrere Studenten aus Rheinberg besonders zu f\u00f6rdern?), dann w\u00fcrde aus unserem heutigen Gedenken an Vergangenes eine neue Perspektive f\u00fcr Zuk\u00fcnftiges werden.<\/em><\/h3>\n<h3 style=\"padding-left: 30px;\"><em>Keine Angst: ich werde nicht gleich mit meinem Hut am Ausgang stehen und Geld einsammeln. Ich denke, Sie, liebe Festgemeinde, sollten dar\u00fcber in Ruhe nachdenken, und ich verspreche Ihnen hier und heute, den Gedanken weiterzuverfolgen und zu realisieren.<\/em><\/h3>\n<h3 style=\"padding-left: 30px;\"><em>Lassen Sie uns also gemeinsam versuchen, die Amplonianischen Stiftung NEU aufzulegen! Zum Lob und Angedenken an den \u201aErsame Her Amplonius Ratinck van Berke in den vryen kunsten Meister ind der kunsten van artzedyen Doctoir\u2018.\u201c<\/em><\/h3>\n<h3><a href=\"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Geburtshaus.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-67 aligncenter\" src=\"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Geburtshaus-207x300.jpg\" alt=\"Geburtshaus\" width=\"207\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Geburtshaus-207x300.jpg 207w, https:\/\/www.amplonius-novus.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Geburtshaus.jpg 382w\" sizes=\"auto, (max-width: 207px) 100vw, 207px\" \/><\/a><\/h3>\n<h3>Am 21. Juni 2012 wird die Idee, eine <span style=\"color: #ff0000;\">NEUE<\/span> Amplonianische Stiftung zu gr\u00fcnden, von der Schulkonferenz des Amplonius-Gymnasiums diskutiert. Auszug aus der Niederschrift der Schulkonferenz:<\/h3>\n<h3 style=\"padding-left: 30px;\"><em>\u201eWie bereits auf dem Festakt in der Stadthalle am 6. Mai 2012 angek\u00fcndigt, ist eine Wiederbelebung der Amplonianischen Stiftung geplant. <\/em><em>Vom Pr\u00e4sidenten der Universit\u00e4t Erfurt, Herrn Prof. Brodersen, stammt hierf\u00fcr die Bezeichnung \u201eAmplonius Novus\u201c und die Idee sich hierbei auch das \u201eDeutschland Stipendium\u201c des Bundesministeriums f\u00fcr Wissenschaft und Forschung zu Nutze zu machen.<\/em><\/h3>\n<h3 style=\"padding-left: 30px;\"><em>Es hat bereits einen ersten Rundbrief des Schulleiters zu diesem Plan gegeben; die Reaktionen darauf waren positiv und ermutigend. Gedacht ist hier an eine B\u00fcrgerstiftung, f\u00fcr die es zahlreiche gute Beispiele gibt. <\/em><em>Der Besitzer eines \u00fcberregional bekannten Rheinberger Traditions-Unternehmens hat bereits eine 5-stellige Summe f\u00fcr die geplante Stiftung zugesagt.<\/em><\/h3>\n<h3 style=\"padding-left: 30px;\"><em><u>Antrag des Schulleiters<\/u><\/em><em>: Die Schulkonferenz begr\u00fc\u00dft die Wiederbelebung der Amplonianischen Stiftung ausdr\u00fccklich und beauftragt die Schulleitung, alles ihr M\u00f6gliche zu tun, damit in n\u00e4chster Zeit eine neue Stiftung eingerichtet werden kann, die begabten und qualifizierten, aber finanziell schlechter gestellten Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern des Amplonius-Gymnasiums ein Hochschulstudium erm\u00f6glicht und damit eine Zukunftsperspektive er\u00f6ffnet.<\/em><\/h3>\n<h3 style=\"padding-left: 30px;\"><strong><em><u>Beschluss<\/u><\/em><\/strong><em>: Der Antrag des Schulleiters wird einstimmig angenommen.<\/em><\/h3>\n<h3>Mit der Unterst\u00fctzung von Herrn Emil Underberg gelingt es dem damaligen Schulleiter, zahlreiche Freunde des Amplonius-Gymnasiums zu bewegen, sich in die neue Stiftung einzubringen. Rheinberger Unternehmer, zahlreiche B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, pensionierte und aktive Lehrkr\u00e4fte der Schule, Ehemalige verschiedenster Abiturjahrg\u00e4nge stellen gr\u00f6\u00dfere und kleinere Summen zur Verf\u00fcgung und zum Jahresende 2013 kann die neue Studienstiftung <strong>Amplonius <span style=\"color: #ff0000;\">NOVUS <\/span><\/strong>mit einem Stiftungskapital von 50.003 Euro an den Start gehen. Sie wird bei der Sparkasse am Niederrhein als unselbst\u00e4ndige Stiftung innerhalb der <em>\u201eStiftung Niederrheinischer B\u00fcrger\u201c<\/em> gef\u00fchrt und betreut.<\/h3>\n<h1><strong>Individuelle F\u00f6rderung \u2013 \u00fcber die Schulzeit hinaus<\/strong><\/h1>\n<h3>Die Studienstiftung Amplonius <span style=\"color: #ff0000;\">NOVUS<\/span> hat es sich zur Aufgabe gemacht, talentierte Absolventen des Amplonius-Gymnasiums zu unterst\u00fctzen, insbesondere wenn auf Grund der jeweiligen famili\u00e4ren Situation abzusehen ist, das die Aufnahme oder Fortsetzung eines Studiums mit Schwierigkeiten verbunden sein k\u00f6nnte.<\/h3>\n<h3>Voraussetzung f\u00fcr die Aufnahme in die Studienf\u00f6rderung ist der Nachweis herausragender schulischer Leistungen durch einen \u00fcberdurchschnittlichen, herausragenden Notendurchschnitt im Abitur sowie ein w\u00e4hrend der Schulzeit gezeigtes besonderes schulisches und au\u00dferschulisches gesellschaftliches Engagement. Bevorzugt werden Absolventen des Amplonius-Gymnasiums, die ein Studium an der Universit\u00e4t Erfurt aufnehmen.<\/h3>\n<h3>Die Vergabe des Stipendiums erfolgt auf entsprechenden Vorschlag einer Lehrkraft des Amplonius-Gymnasiums Rheinberg. Die Entscheidung \u00fcber die Vergabe von F\u00f6rdermitteln trifft der Vorstand der Stiftung. Er ist der Schule personell eng verbunden und besteht aus drei Mitgliedern: dem Schulleiter (z. Zt. der bis 2014 aktive Schulleiter des Amplonius-Gymnasiums Rheinberg), dem oder der Vorsitzenden der Schulpflegschaft und einem Vertreter der Stiftung Niederrheinischer B\u00fcrger.<\/h3>\n<h3>Seit der Stiftungsgr\u00fcndung ist <strong>Amplonius <span style=\"color: #ff0000;\">NOVUS<\/span><\/strong> im Rahmen seiner M\u00f6glichkeiten f\u00f6rdernd aktiv:<\/h3>\n<h3>Die Stiftung unterst\u00fctzt talentierte Absolventinnen und Absolventen des Amplonius-Gymnasiums mit einem einmaligen B\u00fcchergeld f\u00fcr die Anschaffung von B\u00fcchern f\u00fcr ihr Studium (erstmalige Vergabe beim Abiturjahrgang 2013). Seit der erstmaligen Vergabe dieser \u201eStarthilfe\u201c wurden insgesamt 22 Amplonianer\/innen ausgezeichnet. <strong>Amplonius <span style=\"color: #ff0000;\">NOVUS<\/span><\/strong> hat daf\u00fcr 1.650 Euro gespendet.<\/h3>\n<h3>Die Stiftung gew\u00e4hrt erstmalig seit 2014 f\u00fcr mindestens ein Jahr ein Lebenshaltungsstipendium in H\u00f6he von monatlich 100 Euro zur Unterst\u00fctzung des Studiums. Ab Oktober 2016 werden erstmals zwei Amplonianer gleichzeitig mit einem Stipendium unterst\u00fctzt. Insgesamt hat <strong>Amplonius <span style=\"color: #ff0000;\">NOVUS<\/span><\/strong> seit 2014 (bis Ende 2017) f\u00fcr Stipendien 5.400 Euro gestiftet.<\/h3>\n<h3>Wie schrieb schon der in Rheinberg allseits gesch\u00e4tzte Geheime Sanit\u00e4tsrat Dr. Heinrich Schmitz (<em>\u201eOhmen Hendrek\u201c<\/em>) im Rhinberksen Dagwieser von 1938: <em>\u201eHoffentlich k\u00f6mmt dat Stipendium, wenn ok in kleine Aenf\u00e4nge wer op.\u201c<\/em> \u2013 Nun, es ist wieder da!!!<\/h3>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><\/a><\/p>\n<h3 style=\"text-align: right;\">Oktober 2017<\/h3>\n<h3><em>Heinz Pannenbecker<\/em> (Vorsitzender des Stiftungsvorstandes)<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Scientia+Logo.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-16\" src=\"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Scientia+Logo-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" \/><\/a><\/p>\n<h3>Den gesamten obigen Artikel mit einer umfangreichen Bibliographie un deiner Liste der Dekane des Erfurter Kollegs finden Sie zum Download hier:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/AlteNeue-Stiftung.pdf\">Alte+Neue Stiftung<\/a><\/h3>\n<h3><\/h3>\n<h3>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/h3>\n<div>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\" \/>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Flyer Amplonius NOVUS 2014\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 ppt Amplonius NOVUS Alte+Neue Stiftung Die erste Amplonianische Stiftung 1. Mai 1412, der entscheidende Tag. \u201eCantate Domino canticum novum.\u201c Es ist der Sonntag Kantate. 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