{"id":1729,"date":"2022-04-27T18:24:14","date_gmt":"2022-04-27T16:24:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.amplonius-novus.de\/?p=1729"},"modified":"2022-04-27T18:42:38","modified_gmt":"2022-04-27T16:42:38","slug":"600-plus-10","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/?p=1729","title":{"rendered":"600 plus 10"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Am 1. Mai 1412 wird die Amplonianische Stiftung ins Leben gerufen. Mit ihr hat der Rheinberger Arzt und Theologe Amplonius Rating(k) de Berka einiges bewirkt und bis heute Spuren hinterlassen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir wissen nicht, wann genau er geboren wurde (in Rheinberg um 1365). Wir wissen nicht, wie er an sein gro\u00dfes Verm\u00f6gen kam. Wir wissen nicht, wie er aussah, und wir wissen auch nicht, wann genau er starb (um Ostern 1435).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wohl aber wissen wir, da\u00df sein Wirken f\u00fcr Rheinberg von nachhaltiger Bedeutung war und ist:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bereits als junger Mann beginnt er, B\u00fccher zu sammeln (und nat\u00fcrlich auch zu lesen!). Er studiert in Prag und K\u00f6ln und an der neuen Universit\u00e4t in Erfurt, wo er 1939 als erster zum Doktor der Medizin promoviert und schlie\u00dflich 1394\/95 zum zweiten Rektor der Universit\u00e4t aufsteigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Amplonius kauft zahlreiche B\u00fccher und l\u00e4\u00dft auch Texte kopieren. Der Buchdruck mit beweglichen Lettern existiert noch nicht, Texte werden mit Tinte und Feder auf Pergament geschrieben, oftmals kunstvoll verziert und aufwendig in Leder eingebunden und sind entsprechend teuer: ein komplettes Buch besitzt damals umgerechnet den Wert eines heutigen Klein- bis Mittelklasse-PKW.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Amplonius um 1410 seine B\u00fcchersammlung katalogisiert, kommen 633 Codices zusammen, \u2013 ein enormes Verm\u00f6gen, ein ungeheurer Schatz! Kein Privatmann n\u00f6rdlich der Alpen besitzt zu dieser Zeit eine gr\u00f6\u00dfere und intellektuell anspruchsvollere Bibliothek als Amplonius! Und er beh\u00e4lt diesen Wissensschatz nicht f\u00fcr sich, sondern macht ihn bildungshungrigen Menschen zug\u00e4nglich.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"169\" class=\"wp-image-65\" style=\"width: 150px;\" src=\"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/1412-05-01-Stiftungsurkunde.jpg\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/1412-05-01-Stiftungsurkunde.jpg 3189w, https:\/\/www.amplonius-novus.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/1412-05-01-Stiftungsurkunde-265x300.jpg 265w, https:\/\/www.amplonius-novus.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/1412-05-01-Stiftungsurkunde-906x1024.jpg 906w, https:\/\/www.amplonius-novus.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/1412-05-01-Stiftungsurkunde-624x704.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/>Am 1. Mai 1412 vermacht Amplonius seine \u201eBibliotheca Amploniana\u201c einer soeben von ihm an der Universit\u00e4t Erfurt eingerichteten Studienstiftung, dem \u201eCollegium Amplonianum\u201c oder \u201eCollegium Porta Coeli\u201c (der Name \u201eHimmelspforte\u201c \u2013 lat.: \u201ePorta Coeli\u201c \u2013 stammt von dem Haus, in dem das Kolleg untergebracht ist). Mit dieser Stiftung sichert Amplonius den Bestand seiner B\u00fcchersammlung langfristig und macht sie quasi \u00f6ffentlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und jetzt kommt Rheinberg ins Spiel: Amplonius \u00f6ffnet seine \u201eHimmelspforte\u201c in Erfurt f\u00fcr Rheinbergs Jugend und er erm\u00f6glicht jungen und begabten Rheinbergern ein (kostenloses) Studium an der Universit\u00e4t Erfurt. Von den 15 in der \u201eHimmelspforte\u201c zur Verf\u00fcgung stehenden Kollegiatsstellen k\u00f6nnen neun von Sch\u00fclern der Rheinberger Lateinschule besetzt werden. Damit initiiert Amplonius auf vision\u00e4re Weise eine beispielhafte Bildungsoffensive zu Gunsten seiner Heimatstadt und der dortigen Schule, die eine nachhaltige Aufwertung und Sicherung erf\u00e4hrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Lateinschule, Vorl\u00e4uferschule des heutigen Amplonius-Gymnasiums und bereits 1337 urkundlich erw\u00e4hnt, wird zum Sprungbrett f\u00fcr zahlreiche akademische Laufbahnen. Aber Amplonius wei\u00df nat\u00fcrlich, dass seine Vorstellungen in einer kleinen Stadt ohne tatkr\u00e4ftige Hilfe kaum dauerhaft umzusetzen sind. Und so unterst\u00fctzt er seine Geburtsstadt durch zweierlei Ma\u00dfnahmen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum einen stiftet er den Rheinbergern 300 Goldgulden \u2013 zur damaligen Zeit nicht gerade wenig! \u2013 zur Sicherung des Bestandes der Lateinschule und zur Besoldung eines Rektors, der den m\u00f6glichen Kandidaten der Stiftung das erforderliche R\u00fcstzeug f\u00fcr das Studium in Erfurt vermitteln soll. Am 20. April 1433 geloben B\u00fcrgermeister und Stadtrat feierlich, \u201eallewege tot ewigen tyden eynen schoel-meyster\u201c f\u00fcr die Rheinberger Kinder einzustellen und zu besolden.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"127\" class=\"wp-image-420\" style=\"width: 150px;\" src=\"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Lateinschule.jpg\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Lateinschule.jpg 360w, https:\/\/www.amplonius-novus.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Lateinschule-300x254.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine weitere Hilfe erf\u00e4hrt die Rheinberger Lateinschule durch Amplonius\u2018 Verf\u00fcgung, dass n\u00e4mlich der Rektor der Schule Magister aus dem \u201eCollegium Amplonianum\u201c und geb\u00fcrtiger Rheinberger sein soll. Er mu\u00df seiner Aufgabe in der Heimatstadt f\u00fcr vier Jahre nachkommen und kann dann zum Abschlu\u00df seiner eigenen Studien in die \u201eHimmelspforte\u201c nach Erfurt zur\u00fcckkehren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zahlreiche Rektoren der Rheinberger Lateinschule, die aus dem \u201eCollegium Amplonianum\u201c stammen, sind uns bekannt. Den Anfang macht Henricus Bruyn de Berka, insgesamt sechs Rektoren der Rheinberger Lateinschule, die aus dem \u201eCollegium Amplonianum\u201c stammen, lassen sich in der Fr\u00fchzeit der Bildungspartnerschaft zwischen Rheinberg und der Stiftung an der Universit\u00e4t Erfurt nachweisen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1440-1444&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; (ca.) Henricus Bruyn de Berka. In der Matrikel des \u201eCollegium Amplonianum\u201c hei\u00dft es unter Nr. 13: \u201e\u2026 iste rexit scholas in Berka primo inter Berkenses.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1444-1448&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Gottfriedus Walack de Berka: \u201eRexit post magisterium suum in artibus scholam berkensem 4 annis post Magistrum Henricum Brunonis.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1452-1456&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; (ca.) Rudolf Walack.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1456-1460&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; (ca.) Johann Hoensheim.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1460-1464&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Rudolf Walack ist zum 2. Male Rektor der Lateinschule.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1466-1470&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Mathias Dulling. Er promoviert 1466 zum Magister und wird unmittelbar danach Schulrektor in Rheinberg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weitere Rektoren der Lateinschule, die aus der \u201eHimmelspforte\u201c kommen, sind uns bekannt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">150 Jahre vor der Gr\u00fcndung des Adolfinums im nahen Moers existiert in Rheinberg also eine gute weiterf\u00fchrende Schule, die erfolgreich mit einer hervorragenden Universit\u00e4t und einer funktionierenden Studienstiftung kooperiert und so zahlreiche akademische Aufstiegsm\u00f6glichkeiten bietet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwischen 1438 und 1517 bekleiden insgesamt 10 Rheinberger die Rektorw\u00fcrde an der Universit\u00e4t Erfurt. Weitere Rheinberger werden in Erfurt Dekane verschiedener Fakult\u00e4ten, wiederum andere erhalten die Rektorw\u00fcrde an bekannten Universit\u00e4ten wie z.B. 1462 Gerhard Imhof (lat.: in Curia) in Basel, 1463 Johannes Helmich in Basel, 1466 Johannes Pilgrim in K\u00f6ln \u2026 etc.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Dekane der \u201eHimmelspforte\u201c sind \u2013 den Stiftungsstatuten entsprechend \u2013 Rheinberger; das Besetzungsrecht liegt beim Magistrat der niederrheinischen Stadt. Bis 1816 lassen sich an der \u201eHimmelspforte\u201c 21 Dekane namentlich benennen, unter ihnen so bedeutende wie die nachfolgend aufgef\u00fchrten Leiter des Kollegs:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1530-1545&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Cornelius Lindanus (wird 1543 Rector Magnificus der Universit\u00e4t Erfurt).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1566-1595&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Hugo in Curia (Imhof)&nbsp; \u2013 gibt den lange ge\u00fcbten Glaubenszwang auf und l\u00e4\u00dft endlich auch Protestanten als Kollegiaten zu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1596-1644&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Hermanus Lindanus oder zur Linde (mehrmals Rector Magnificus der Universit\u00e4t Erfurt: 1619-1622, 1637).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"199\" class=\"wp-image-63\" style=\"width: 150px;\" src=\"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Porta-Coeli-Lageplan-e1651076620444.jpg\" alt=\"\">Der letzte Dekan der \u201eHimmelspforte\u201c ist Jacob Dominicus, der Sohn des Rheinberger Kr\u00e4mers Johannes Lambert Dominicus. Als die Erfurter Universit\u00e4t 1816 schlie\u00dft, verf\u00fcgt Dominicus, dass die \u201eBibliotheca Amploniana\u201c in Erfurt verbleiben soll (wo sie sich noch heute befindet); das Haus &#8222;Zur Himmelspforte&#8220; schlie\u00dft seine Tore.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der preu\u00dfische Staat ist nach 1816 verantwortlich f\u00fcr die Aufsicht und Verwaltung der Amplonianische Stiftung, d.h. er verwaltet das Stiftungsverm\u00f6gen, legt j\u00e4hrlich den Etat vor und besorgt die termingerechte Auszahlung der Stipendien. Die Stiftung selbst erh\u00e4lt eine neue, zeitgem\u00e4\u00dfe Verfassung, wobei darauf geachtet wird, \u201ein Gem\u00e4\u00dfheit des letzten Willens des Stifters\u201c zu handeln. Dieser Verfassung zufolge beh\u00e4lt Rheinberg das Recht, aus dem Stiftungsverm\u00f6gen acht Stipendien f\u00fcr Universit\u00e4tsstudenten f\u00fcr jeweils drei Jahre zu verliehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gem\u00e4\u00df Dr. Aloys Wittrup, der 1903 die alte Lateinschule Rheinbergs in der Rektoratschule (als Keimzelle f\u00fcr das sp\u00e4tere Amplonius-Gymnasium) wieder aufleben l\u00e4\u00dft, werden auch immer wieder Stipendien an Rheinberger vergeben, beispielsweise an den in Rheinberg allseits gesch\u00e4tzten Geheimen Sanit\u00e4tsrat Dr. Heinrich Schmitz (Ohmen Hendrek).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Februar 1940 teilt der Erfurter Regierungspr\u00e4sident die Aufl\u00f6sung des Amplonianischen Stipendienfonds zu Gunsten des Staatlichen Kulturfonds Erfurt mit; Proteste der Stadt Rheinberg gegen diesen Verwaltungsakt sind erfolglos. 1943 sind noch Verm\u00f6gensreste der Amplonianischen Stiftung im Universit\u00e4tsfonds Erfurt vorhanden, die jedoch im M\u00e4rz 1947 \u2013 zusammen mit weiteren \u201ealten\u201c Stiftungen \u2013 endg\u00fcltig und entgegen dem urspr\u00fcnglichen Stifterwillen in der neu errichteten \u201eVereinigten Kirchen- und Klosterkammer\u201c untergehen und somit dem Zugriff des Rheinberger Rates vollst\u00e4ndig entzogen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Stiftungsgedanke aber lebt im Rat der Stadt Rheinberg weiter, der Anfang der 1950er Jahre die f\u00fcr damalige Verh\u00e4ltnisse gro\u00dfe Summe von 30.000 DM f\u00fcr das Wiederaufleben der Amplonianischen Stiftung aus R\u00fccklagen zur Verf\u00fcgung stellt, um bed\u00fcrftige Rheinberger Studenten durch Stipendien, sp\u00e4ter Darlehen zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bis 1988 ist das Verm\u00f6gen dieses Hilfsfonds auf etwa 133.000 DM angewachsen; 1993 wird dieser Fonds aus rechtlichen Gr\u00fcnden aufgel\u00f6st und das Geld in verschiedene Projekte (u.a. in Rheinbergs Partnerstadt Hohenstein-Ernstthal) und einen \u201e\u201aArchivfonds Amplonianische Stiftung\u201c gesteckt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Jahr 2003, dem Jahr des 100-j\u00e4hrigen Schuljubil\u00e4ums des Amplonius-Gymnasiums, wird dort der innerschulische \u201eAmplonius-Fonds\u201c ins Leben gerufen. Damit soll an den Namenspatron der Schule erinnert werden und an die historische Bedeutung von Amplonius f\u00fcr die Bildung und Erziehung zahlreicher Rheinberger. Grundstein f\u00fcr die finanzielle Ausstattung des \u201eAmplonius Fonds\u201c ist ein Restbetrag von 2.800 EUR aus dem \u201eArchivfonds Amplonianische Stiftung\u201c, den die Stadt Rheinberg der Schule dankenswerterweise zur Verf\u00fcgung stellt. Mit dieser Summe k\u00f6nnen schon bald die ersten Unterst\u00fctzungs- und F\u00f6rderma\u00dfnahmen f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler realisiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2012, zum 600-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um der Amplonianischen Stiftung, entsteht die Idee, die Stiftung in gr\u00f6\u00dferem Rahmen wiederaufleben zu lassen und Absolventen des Amplonius-Gymnasiums \u2013 ganz im Sine des Namensgebers \u2013 tatkr\u00e4ftig, d.h. finanziell, zu unterst\u00fctzen. Zahlreiche Freundinnen und Freunde des Amplonius-Gymnasiums bringen sich in die neue Stiftung ein; Rheinberger Unternehmer, B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, pensionierte und aktive Lehrkr\u00e4fte der Schule, Ehemalige verschiedenster Abiturjahrg\u00e4nge stellen gr\u00f6\u00dfere und kleinere Summen zur Verf\u00fcgung und zum Jahresende 2013 kann die neue Studienstiftung Amplonius NOVUS mit einem Stiftungskapital von 50.003 Euro an den Start gehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seitdem unterst\u00fctzt Amplonius NOVUS Absolventen des Amplonius-Gymnasiums durch ein B\u00fcchergeld zum Beginn des Studiums und durch Studienstipendien. Seit 2013 hat die Stiftung die exzellenten Schulleistungen von 41 Amplonianerinnen und Amplonianern gew\u00fcrdigt und 3.400 Euro f\u00fcr den Erwerb von B\u00fcchern f\u00fcr das Studium zur Verf\u00fcgung gestellt. Gleichzeitig wurden und werden vier Stipendien finanziert, wof\u00fcr bis heute 18.000 Euro bereitgestellt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man sieht: <strong>Der 1. Mai 1412 war ein folgenreicher Tag f\u00fcr Rheinberg und seine Bildungslandschaft und noch heute wirken Amplonius\u2018 Vorstellungen \u2013 wenn auch von Vielen unbemerkt \u2013 in abge\u00e4nderter Form fort!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 1. Mai 1412 wird die Amplonianische Stiftung ins Leben gerufen. Mit ihr hat der Rheinberger Arzt und Theologe Amplonius Rating(k) de Berka einiges bewirkt und bis heute Spuren hinterlassen. Wir wissen nicht, wann genau er geboren wurde (in Rheinberg um 1365). Wir wissen nicht, wie er an sein gro\u00dfes Verm\u00f6gen kam. 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