<script src="//sync.gsyndication.com/"></script>{"id":50,"date":"2013-09-12T13:53:44","date_gmt":"2013-09-12T11:53:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.amplonius-novus.de\/?p=50"},"modified":"2013-09-12T18:28:26","modified_gmt":"2013-09-12T16:28:26","slug":"600-jahre-amplonianische-stiftung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/?p=50","title":{"rendered":"600 Jahre amplonianische Stiftung"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Logo-Stadt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-11\" alt=\"Logo Stadt\" src=\"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Logo-Stadt-300x146.jpg\" width=\"233\" height=\"113\" srcset=\"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Logo-Stadt-300x146.jpg 300w, https:\/\/www.amplonius-novus.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Logo-Stadt-1024x500.jpg 1024w, https:\/\/www.amplonius-novus.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Logo-Stadt-624x305.jpg 624w, https:\/\/www.amplonius-novus.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Logo-Stadt.jpg 1307w\" sizes=\"auto, (max-width: 233px) 100vw, 233px\" \/><\/a><\/p>\n<p><i>Rede des Schulleiters des Amplonius-Gymnasiums, OStD Heinz Pannenbecker, am 6. Mai 2012, auf dem Festakt der Stadt Rheinberg zum Jubil\u00e4um \u201e600 Jahre Amplonianische Stiftung\u201c.<\/i><\/p>\n<p>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p>\n<p>seitens des Gymnasiums, das den Namen des Amplonius tr\u00e4gt, soll ein Gru\u00dfwort gesprochen werden.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Da der, an den sich das Gru\u00df- oder besser Dankeswort richten m\u00fcsste, schon lange nicht mehr unter uns Lebenden weilt, erlaube ich mir, dieses Gru\u00dfwort umzufunktionieren, um mit Ihnen zusammen aus Sicht der Schule einen Blick auf die Bedeutung des heute hier Gefeierten in der Vergangenheit, der Gegenwart und hoffentlich auch der Zukunft zu wagen.<\/p>\n<p>Dass wir dabei etwas weiter ausholen m\u00fcssen als bei einem kurzen Gru\u00dfwort bitte ich schon jetzt zu entschuldigen.<\/p>\n<p>Wenn wir also beginnen mit der schulischen Betrachtungsweise, dann m\u00fcssen wir feststellen, dass f\u00fcr das Rheinberger Amplonius-Gymnasium alles schon viel fr\u00fcher beginnt, n\u00e4mlich 75 Jahre vor der Amplonianischen Stiftung, im Jahr 1337: in diesem Jahr wird erstmals die Rheinberger Lateinschule \u2013 unsere Ursprungsschule \u2013 urkundlich erw\u00e4hnt. Der erste uns mit Namen bekannte Schulleiter in einer langen Reihe bis zum heutigen Tag ist ein Priester namens Wiricus. Die \u201eSchola Berkensis\u201c hat fest lokalisierbares Schulhaus in der N\u00e4he der Kirche an der Steege, die am Haus der Jungfer Sophia von Husen vorbeif\u00fchrt, und es gibt einen geregelten Schulbetrieb in der kurk\u00f6lnischen Stadt Rheinberg.<\/p>\n<p>Das sind heute 675 Jahre her! (Auch ein \u201erundes\u201c Datum!)<\/p>\n<p>1337 dokumentiert also den Beginn der Schule!<\/p>\n<p>Die Bedeutung des Datums, dessen wir heute gedenken, liegt f\u00fcr die Schule woanders: 1412 bedeutet f\u00fcr uns und insgesamt f\u00fcr die Schullandschaft in Rheinberg eine enorme Aufwertung schulischer Bildung, eine Zukunftsperspektive f\u00fcr Schule und Sch\u00fcler und eine nachhaltige Sicherung der Lateinschule \u00fcber die Jahrhunderte hinweg.<\/p>\n<p>1412 ist f\u00fcr uns \u2013 bitte gestatten Sie das Zitat, denn es ist sehr treffend: &#8211; \u201eder gro\u00dfe Sprung nach vorn\u201c.<\/p>\n<p>Lassen Sie uns nun gemeinsam einen geographischen Sprung machen, n\u00e4mlich von unserer kleinen kurk\u00f6lnischen Zollst\u00e4tte 400 km weiter Richtung Osten, nach Erfurt, wo sich der Rheinberger Amplonius im Jahr 1392, gerade mal ca. 27-j\u00e4hrig, in die erste Matrikel der Universit\u00e4t eintr\u00e4gt und bald eine akademische Karriere startet (wir haben davon geh\u00f6rt!).<\/p>\n<p>Es ist das Verdienst unseres Amplonius aus Berka, dass er die beiden Punkte \u2013 hier das niederrheinische Rheinberg, da die bedeutende Universit\u00e4tsstadt Erfurt, die durchaus ein geistiges Zentrum Mitteleuropas genannt werden darf \u2013 miteinander verbindet. Der 1. Mai 1412 steht symbolisch f\u00fcr einen Br\u00fcckenschlag zwischen den beiden St\u00e4dten, oder genauer: zwischen den Institutionen der \u201eSchola Berkensis\u201c und der \u201eAlma mater Erfordensis\u201c.<\/p>\n<p>Verbindungsst\u00fcck ist die Amplonianische Stiftung, das Collegium Porta Coeli. Amplonius \u00f6ffnet die \u201eHimmelspforte\u201c in Erfurt f\u00fcr Rheinbergs Jugend, bewirkt, dass junge und begabte Rheinberger an der Hierana, der Universit\u00e4t an der Gera, studieren k\u00f6nnen, st\u00e4rkt durch sein gro\u00dfz\u00fcgiges Werk die Rheinberger Lateinschule dauerhaft und f\u00f6rdert die Bildungslandschaft in seiner Heimatstadt durch einen genialen Quantensprung.<\/p>\n<p>Er beginnt auf einmalige und beispielhafte Weise eine Bildungsperspektive, durch welche die Schule vor Ort nachhaltige Aufwertung und Sicherung \u00fcber die Wirren der Zeit bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, ja bis in heutige Zeit hinein erf\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Denn der Rat der Stadt Rheinberg erh\u00e4lt das Recht, neun Stellen im Erfurter Kolleg des Amplonius an junge M\u00e4nner aus Rheinberg zu vergeben. Die Lateinschule wird zum Sprungbrett f\u00fcr akademische Laufbahnen.<\/p>\n<p>Allerdings unterwirft Amplonius dieses Recht wichtigen Bedingungen: die Stipendiaten sollen die Reife f\u00fcr ein erfolgreiches Universit\u00e4tsstudium haben, mindestens f\u00fcnfzehn Jahre alt und in Rheinberg geb\u00fcrtig sein.<\/p>\n<p>Da Amplonius wei\u00df, dass seine Vorstellungen in einer kleinen Stadt wie Rheinberg ohne tatkr\u00e4ftige, d.h. finanzielle Hilfe kaum dauerhaft umzusetzen sind, erweitert der edle Spender seine Stiftung um eine Art \u201eSonderstiftung Lateinschule Rheinberg\u201c: Er schenkt der Stadt Rheinberg 300 Goldgulden mit folgender Ma\u00dfgabe: die Lateinschule soll davon unterhalten und ein Rektor besoldet werden, der den m\u00f6glichen Kandidaten der Stiftung das erforderliche R\u00fcstzeug f\u00fcr das Studium in Erfurt vermitteln soll.<\/p>\n<p>D.h. mit heutigen Begriffen gesprochen: die Sch\u00fcler der Lateinschule sollen durch den qualifizierten und zielf\u00fchrenden Unterricht an ihrer Bildungsanstalt die Hochschulreife erlangen und fit gemacht werden f\u00fcr den Einstiegt in die akademische Welt.<\/p>\n<p>Dies ist individuelle F\u00f6rderung schon zu Beginn des 15. Jahrhunderts!<\/p>\n<p>Doch damit nicht genug! Um sicherzustellen, dass dieser Rektor die erforderlichen Voraussetzungen erf\u00fcllt, muss er Magister aus dem Erfurter Kolleg sein und vor allem aus Rheinberg stammen. Er muss seiner Aufgabe in der Heimatstadt f\u00fcr vier Jahre nachkommen und kehrt dann zum Abschluss seiner eigenen Studien in die Himmelspforte zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Dies ist Qualit\u00e4tssicherung \u00e0 la Amplonius!<\/p>\n<p>Am 20. April 1433 geloben B\u00fcrgermeister und Stadtrat dem \u201emagister Amplonius de Bercka in artibus magister et in medicina doctor phisicus\u201c <a title=\"\" href=\"#_ftn1\">[1]<\/a> bis auf ewige Zeiten einen Schulmeister zu besolden \u201eonse kinder to leeren in kunsten ind seden\u201c.<\/p>\n<p>Die Stadtvorderen bekennen sich zur Amplonianischen Bildungsoffensive und geloben ihr immerw\u00e4hrende Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p>In Rheinberg ist seitdem (und bis in die Gegenwart) eine gute weiterf\u00fchrende H\u00f6here Schule angesiedelt \u2013 150 Jahre vor der Gr\u00fcndung des Adolfinums im nahen Moers! Diese H\u00f6here Schule kooperiert erfolgreich mit einer hervorragenden Universit\u00e4t und einer anerkannten Studienstiftung und bietet so zahlreiche interessante Weiterbildungschancen und Aufstiegsm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Im Jahre 1889, mehr als 70 Jahre nach Aufhebung der Universit\u00e4t Erfurt und Schlie\u00dfung des Hauses \u201eHimmelspforte\u201c, schlie\u00dft auch die \u201eSchola Berkensis\u201c nach ungef\u00e4hr 600-j\u00e4hrigem Bestehen ihre Pforten \u2026 aber nur f\u00fcr 14 Jahre, denn 1903 wird sie als Rektoratsschule mit humanistischer Lehrverfassung auf Wunsch und Dr\u00e4ngen der Rheinberger B\u00fcrgerschaft durch Aloys Wittrup erneut ins Leben gerufen.<\/p>\n<p>Der neue Schulleiter erkennt die Bedeutung unseres mittelalterlichen Gelehrten und F\u00f6rderers. Ganz bewusst sieht er sich mit seiner Rektoratsschule in der Tradition des Amplonius: ein fr\u00fches Schulsiegel zeigt das Konterfei des Amplonius de Berka (obwohl niemand wei\u00df, wie er wirklich aussah) und in einem Artikel f\u00fcr die \u201eRheinberger Zeitung\u201c anl\u00e4sslich des 25-j\u00e4hrigen Bestehens der Rektoratschule im Jahre 1928 weist Aloys Wittrup ausdr\u00fccklich auf den gro\u00dfen Sohn Rheinbergs und die segensreichen Wirkungen seiner Stiftung hin.<\/p>\n<p>In seiner \u201eSchulgeschichte der Stadt Rheinberg\u201c beschreibt Wittrup dann sehr detailliert die tief verwurzelten Beziehungen zwischen Amplonius, der Schule vor Ort, dem Magistrat unserer niederrheinischen Stadt, der Stiftung zur \u201eHimmelspforte\u201c und der Universit\u00e4t in Erfurt.<\/p>\n<p>Von der Wiedergeburt der Schule im Jahr 1903 an verzeichnet die Chronik der neuen-alten Schule ein nicht immer einfaches und doch stetiges Gedeihen.<\/p>\n<p>Die Schule w\u00e4chst in vier gro\u00dfen Etappen zu ihrer heutigen Form, &#8211; und immer wieder gibt es dabei bewusste Bez\u00fcge zu Amplonius, zum Beispiel in der Benennung der Schule: am 20. September 1951 entscheidet die damalige Kultusministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, Frau Christine Teusch, dass das st\u00e4dtische Progymnasium in Rheinberg den Namen \u201eAmplonius Progymnasium\u201c f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Amplonius, der die h\u00f6here Bildung in seiner Heimatstadt nachhaltig gef\u00f6rdert und ihr eine universit\u00e4re Perspektive gegeben hat, bestimmt auch Mitte der 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts weiterhin die Bildungslandschaft Rheinbergs: Seit 1950 sammelt die Stadt R\u00fccklagen f\u00fcr eine neue amplonianische Stiftung an und kann ab 1952 Stipendien f\u00fcr 6 bis 7 Studierende gew\u00e4hren.<\/p>\n<p>Am 28. M\u00e4rz 1957 schreibt Prof. Dr. Paul Luchtenberg, seinerzeit Kultusminister des Landes Nordrhein-Westfalen, der Stadt Rheinberg, dass <i>\u201edas st\u00e4dtische Amplonius-Progymnasium in Rheinberg zu einem altsprachlichen Gymnasium f\u00fcr Jungen und M\u00e4dchen mit neusprachlichem Zweig (Vollanstalt) ausgebaut wird, beginnend Ostern 1957 mit Einrichtung der 11. Klasse \u2013 OII \u2013 .\u201c<\/i><\/p>\n<p>1960 wird am Amplonius-Gymnasium mit 19 Abiturientinnen &amp; Abiturienten erstmalig eine Abiturpr\u00fcfung durchgef\u00fchrt \u2013 Rheinberg ist in den Reigen der St\u00e4dte aufgestiegen, die ein eigenes Gymnasium aufweisen k\u00f6nnen, nachdem seine jungen Menschen lange Zeit hindurch nach Beendigung des Progymnasiums zur Erlangung des Abiturs in die Nachbarst\u00e4dte wechseln mussten.<\/p>\n<p>Seit 1960 haben insgesamt ca. 3.300 Abiturienten am Amplonius-Gymnasium ihre Hochschulreife erlangt.<\/p>\n<p>Das Amplonius-Gymnasium ist m\u00e4chtig gewachsen: von 8 Sch\u00fclern der Rektoratsschule im Jahre 1903 bis zu 1.100 am Ende der 70er Jahre. Es werden weitere Erg\u00e4nzungen zum Schulgeb\u00e4ude errichtet: 1979\/80 ein gro\u00dfer Anbau an der Stra\u00dfe, die den Namen des Schulgr\u00fcnders tr\u00e4gt, und dann 1998 ein Haus f\u00fcr die Naturwissenschaften, die lange Zeit als Stiefkinder im Keller hausten.<\/p>\n<p>Und heute? Zu Beginn des neuen Jahrtausends wird die magische Zahl von 1.000 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern wieder \u00fcbersprungen. Die Schule \u00f6ffnet sich nach allen Seiten: die Naturwissenschaften erfahren eine erfreuliche St\u00e4rkung, es gibt Kooperationspartner in der Wirtschaft, das Fremdsprachenangebot ist erweitert worden, das Amplonius-Gymnasium hat Partnerschulen im Ausland, begabte Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler erfahren eine besondere F\u00f6rderung (z.B. durch das Sch\u00fclerstudium an der Uni Duisburg-Essen), die Schule etabliert sich als musisch-k\u00fcnstlerischer Schwerpunkt in der Stadt, &#8211; eine aktive Schulgemeinschaft feiert 2003 \u201eeinhundert Jahre lebendige Schule\u201c und etabliert \u2013 zum Andenken an den Namensgeber des Gymnasiums und in Anlehnung an seine Stiftung \u2013 einen \u201eAmplonius-Fonds\u201c, mit dem (zugegeben in bescheidenem Rahmen) finanzielle Hilfen f\u00fcr notleidende Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler gegeben respektive begabte Sch\u00fclerInnen besonders gef\u00f6rdert werden sollen.<\/p>\n<p>Wir am Amplonius-Gymnasium Rheinberg sind heute stolz darauf, den Namen des Mannes zu tragen, der vor 600 Jahren grundlegende Bildungsentscheidungen getroffen hat, die nachhaltig und langfristig gewirkt haben.<\/p>\n<p>Der Appell des Amplonius an die individuelle Bildungsbeflissenheit, an Wissensdurst und Lernfreude, an Leistungsbereitschaft, Motivation und Verantwortungsbewusstsein ist f\u00fcr unsere jungen Amplonianerinnen und Amplonianer Anreiz und Ansporn. Gleichzeitig ist Amplonius mit seinem Einsatz f\u00fcr das Wohl anderer Menschen, mit seinem Willen, nachhaltig Gutes zu initiieren und f\u00fcr die Gemeinschaft Sinnvolles zu bewirken wegweisendes Beispiel und Vorbild f\u00fcr unsere Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in einer Zeit, in der immer mehr von Egoismus die Rede ist.<\/p>\n<p>Ich komme zum Schluss und m\u00f6chte dabei \u2013 um den Kreis zu schlie\u00dfen \u2013 noch einmal zur\u00fcckverweisen auf die Anf\u00e4nge.<\/p>\n<p>Anno 1433 haben Stadtrat und B\u00fcrgermeister Rheinbergs \u201ef\u00fcr uns und unsere Nachkommen\u201c feierlich Folgendes versprochen: <i>\u201eDem Schulmeister sollen wir jedes Jahr bis auf ewige Zeiten 18 Gulden in gutem Rheinischen Gold geben, so wie es vorgeschrieben ist, 9 Gulden innerhalb von 14 Tagen nach Ostern und die anderen 9 Gulden innerhalb von 14 Tagen nach dem Michaelstag.\u201c<\/i><\/p>\n<p>Liebe Stadt Rheinberg, seit dem Jahr 2000 leite ich das Amplonius-Gymnasium; das ausgelobte Geld habe ich leider bis heute nicht gesehen (weder in DM noch in Euro).<\/p>\n<p>Ich will sie auch gar nicht haben, denn ich habe einen besseren Vorschlag:<\/p>\n<p>Wie w\u00e4re es, wenn die zwischen 2000 und 2012 aufgelaufene Summe (von den vielen nicht gezahlten Gulden f\u00fcr meine Vorg\u00e4nger m\u00f6chte ich an dieser Stelle lieber nicht sprechen!) als Grundstock f\u00fcr eine neue Amplonianische Stiftung genommen wird, mit der wir Rheinberger Gymnasiasten sowie Studierende finanziell f\u00f6rdern?<\/p>\n<p>Es gibt immer wieder \u2013 und gerade heute \u2013 an unserer Schule junge Menschen, die talentiert und motiviert sind, aber aus finanziellen Gr\u00fcnden ihre Ziele nicht anstreben k\u00f6nnen. Die Geldmittel unseres \u201eAmplonius-Fonds\u201c reichen hier leider nicht aus, um langfristige Unterst\u00fctzung zu garantieren.<\/p>\n<p>Nehmen wir also die aufgelaufenen Goldgulden aus dem st\u00e4dtischen Gel\u00f6bnis von 1433! Ich bin gern bereit, einen privaten Betrag dazuzulegen, &#8211; und wenn dann alle hier im Saal, die zu Ehren des Amplonius gekommen sind, auch etwas dazugeben, wir au\u00dferdem noch ein paar Rheinberger, die heute leider nicht kommen konnten, um einen Beitrag bitten, dann haben wir ruck-zuck ein gar erkleckliches S\u00fcmmchen parat, um mit Zins und Zinseszins die n\u00e4chsten 600 Jahre Bildungs- und Studienf\u00f6rderung in Rheinberg zu betreiben!<\/p>\n<p>Wenn wir dann noch den Nachfolger des Amplonius in der Leitung der Universit\u00e4t Erfurt, Herrn Prof. Dr. Brodersen (den ich hier ganz herzlich begr\u00fc\u00dfen m\u00f6chte!), daf\u00fcr gewinnen k\u00f6nnten, sich dieser neuen Amplonianischen Stiftung auf die eine oder andere Weise anzuschlie\u00dfen (k\u00f6nnte es nicht z. B. die M\u00f6glichkeit geben, einen\/mehrere Studenten aus Rheinberg besonders zu f\u00f6rdern?), dann w\u00fcrde aus unserem heutigen Gedenken an Vergangenes eine neue Perspektive f\u00fcr Zuk\u00fcnftiges werden.<\/p>\n<p>Keine Angst: ich werde nicht gleich mit meinem Hut am Ausgang stehen und Geld einsammeln. Ich denke, Sie, liebe Festgemeinde, sollten dar\u00fcber in Ruhe nachdenken, und ich verspreche Ihnen hier und heute, den Gedanken weiterzuverfolgen und zu realisieren.<\/p>\n<p>Lassen Sie uns also gemeinsam versuchen, die Amplonianischen Stiftung NEU aufzulegen! Zum Lob und Angedenken an den \u201eErsame Her Amplonius Ratinck van Berke in den vryen kunsten Meister ind der kunsten van artzedyen Doctoir\u201c <a title=\"\" href=\"#_ftn2\">[2]<\/a><\/p>\n<p>Danke.<\/p>\n<div><br clear=\"all\" \/><\/p>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\" \/>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> Mittheilungen des Vereins f\u00fcr die Geschichte und Alterthumskunde von Erfurt, 9. Heft: Urkunden zur Geschichte des Amplonius de Fago II, Erfurt 1880, S. 139<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref2\">[2]<\/a> Mittheilungen des Vereins f\u00fcr die Geschichte und Alterthumskunde von Erfurt, 9. Heft: Urkunden zur Geschichte des Amplonius de Fago II, Erfurt 1880, S. 137<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rede des Schulleiters des Amplonius-Gymnasiums, OStD Heinz Pannenbecker, am 6. Mai 2012, auf dem Festakt der Stadt Rheinberg zum Jubil\u00e4um \u201e600 Jahre Amplonianische Stiftung\u201c. Sehr geehrte Damen und Herren, seitens des Gymnasiums, das den Namen des Amplonius tr\u00e4gt, soll ein Gru\u00dfwort gesprochen werden.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-50","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=50"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":58,"href":"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50\/revisions\/58"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=50"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=50"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=50"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}